Das Projekt

Hannejuschtweg_23_SEVon der Idee bis zur Realisierung: die Geschichte des Hannejuschtweges.

Die Idee war simpel: Nunkirchen sollte einen Rundwanderweg bekommen. Bis 27 Kilometer lang, sollte der Parcours sowohl die Geschichte näher bringen als auch die herrliche Natur rund um unser Dorf erfahrbar machen. Benannt wurde der „Hannejuschtweg“ nach einer Sagengestalt, die auch Matthias Müller in seinem Heimatbuch aus dem Jahr 1957 erwähnt.

Der eigentlich freundliche, aber etwas grobe junge Mann soll die Dame seines Herzens eher unabsichtlich getötet haben, weil sie seine Liebe nicht erwiderte. Aus Reue für seine Tat soll er sich freiwillig gestellt haben und auf dem Galgenberg – hoch über dem Ort – hingerichtet worden sein. Noch heute erscheine er zuweilen am Ort seiner frevelhaften Tat… Eine traurige, aber auch irgendwie romantische Geschichte, die wunderbar zu anderen Sagen passt, die ebenfalls im Verlauf des Hannejuschtweges auf Tafeln vorgestellt werden.

Unser Rundwanderweg ist nicht als Konkurrenz zu bestehenden Premiumwegen etc. gedacht, sondern als Angebot, an Einheimische, das eigene Dorf besser kennenzulernen, an Zugezogene, sich mit der Geschichte und den Geschichten ihrer Wahlheimat auseinanderzusetzen und an Fremde bzw. Gäste, abzutauchen in eine Kulturregion, die ihr Licht allzu oft unter den Scheffel stellt. Die Strecke wurde von Projektleiter René Bergling so gewählt, dass sie sowohl an herausragenden Kulturstätten entlang führt als auch der heimischen Gastronomie Wanderkundschaft bescheren kann. Ergänzend zum Rundwanderweg wurde eine Karte entwickelt, die den Wanderweg sowohl graphisch beschreibt als auch die einzelnen Stationen vorstellt bzw. die Rastplätze und Einkehrmöglichkeiten darstellt. Diese Karte, aber auch der Textinhalt der Tafeln am Wegesrand werden als Flyer entwickelt, der über www.nunkirchen.net jederzeit abrufbar ist.

Der „Hannejuschtweg“ ist ein Projekt von Kultur am Tor, also dem gleichen Team, das 2008 die Bücherei Eselsohr aus dem Boden gestampft hat.

Bevor unsere Idee allerdings Wirklichkeit werden konnte, mussten viele einzelne Schritte unternommen werden. Unter anderem mussten Edelstahl-Tafelständer gefertigt, Übersichtskarten erstellt, etwa 350 Wegweiser kreiert und an die Wegegabelungen angebracht sowie die Ruhebänke aufgestellt werden. Etliche Details, deren Aufzählung den Rahmen hier sprengen würde, wollten ebenfalls bedacht sein. Sie sehen, wie immer hat der Herr auch hier vor den Lohn den Schweiß gesetzt.

Wir möchten Sie an der Entwicklung des Weges teilhaben lassen und veröffentlichen an dieser Stelle den Fortgang der Arbeiten in Form einer Bildergalerie.

 

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Am Anfang steht das Wort. Die ersten drei Bilder wurden bei einem Fototermin mit der Bild-Zeitung aufgenommen, den Sie, wenn Sie auf Foto 4 klicken, auch in aller Ruhe nachlesen können. Der Artikel nimmt es leider mit den Namen nicht so genau, ist aber dennoch ganz unterhaltsam. Foto 2 zeigt das engere Team, das für den Rundwanderweg verantwortlich zeichnet. Für Foto 3 griff Rainer Hürter schon einmal prophylaktisch zur Schaufel. Ganz andere Probleme räumte René Bergling (auf Foto 5 mit Rainer Hürter (links)) und Vertretern der Firma Arweiler) aus dem Weg. Die Streckenführung, die an dieser Stelle das Gelände des Unternehmens kreuzt, wurde hier abgestimmt.